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Noch immer ist die Meinung verbreitet, Restaurieren sei gleichbedeutend mit "wieder neu machen". Es gibt selbst die Idee, dass der Restaurator seine ganze künstlerische Begabung einsetzen sollte, um eine erfolgreiche Arbeit zu erreichen. Diese Vorstellung gilt es zu revidieren: Ein Restaurator ist ein ausgebildeter Techniker, der sämtliche Malmaterialien und -techniken aus verschiedenen Epochen und Malschulen kennt. Er besitzt eine Arbeitsmethodik, die es ihm erlaubt, Kunstobjekte zu konservieren und restaurieren.

Konservieren bedeutet hierbei das Zusammenhalten von Materialien, die am zerfallen oder in beschädigtem Zustand sind (siehe Bilder 5 , 6, 8 und 17 der Bilder-Galerie). Restaurieren heisst, dass verlorene oder beschädigte Teilen wieder hergestellt werden (siehe Bilder 1, 2, 10, 12, 19, 20 ) und dass fehlerhafte oder unsachgemässe Restaurierungsarbeiten, Übermalungen sowie falsche Konservierungsmittel wieder vom Objekt entfernt werden (siehe Bilder 9, 11, 13 ).

Oberflächenreinigungen oder Firnisentfernungen zählen ebenfalls zu den Konservierungsarbeiten. Oberflächenreinigungen werden durchgeführt, wenn die richtige Lektüre des Objekts durch die Ansammlung von Umweltschmutz wie Staub und Russ auf der bemalten Oberfläche verhindert wird (siehe Bilder 3, 4, 14 , 15, 16).
Schutzfirnisse müssen sorgfältig entfernt werden, wenn sie durch Oxidieren einen dunkelbraunen Farbton angenommen haben oder durch Klimabeeinflussung matt respektive neblig geworden sind (siehe Bilder 7, 18). Bei der Firnis-Entfernung achtet man heutzutage darauf, dass die so genannte Patina – eine durch Alterung veränderte Farboberfläche – nicht gleichzeitig abgetragen wird. Auch gilt es, auf die empfindlichen Firnis-Lasuren zu achten, die von vielen Maler benutzt wurden, um verschiedene Schatten- und Lichteffekte zu erreichen.

Dank verschiedenen geprüften Lösungsmittel-Systemen ist es dem Restaurator heute möglich, eine solch kontrollierte Reinigung des Objekts durchzuführen.

Speziell getestetes und spezifisch entwickeltes Material erfüllt des Weiteren die Vorgabe, dass die Restaurationsarbeiten auch nach Jahren wiederkehrbar sein müssen.

Auch Retuschen erfolgen mit speziellen Firnis-Farben, so dass eine leichte Entfernung gewährleistet bleibt. Zudem werden sie nur dort verwendet, wo die Originalfarbe fehlt. Generell wird darauf geachtet, dass die Originalmaterialien und das ursprüngliche Aussehen der Objekte nicht durch fremdes Einwirken verändert werden.







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